Schülerinnen und Schüler aus Tübingen zu Gast bei der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg:
Die Schülerfirma kirni e-holz der Kirnbachschule Tübingen brachten gutes Wetter, Motivation und viel Lernfreude mit nach Villingen.
Guter Rat ist nicht immer teuer und lässt sich gelegentlich sogar mit einem kurzweiligen Ausflug in den sonnigen Schwarzwald verbinden. So oder so ähnlich dachte wohl auch der die Schülerfirma kirni e-holz betreuende Lehrer Gerhard Henne als er für seine Schützlinge Ende März den Workshop "Businessplan für Schülerfirmen" bei unserer Schüler- und Juniorfirmen Beratungsstelle buchte.

Die jugendlichen Unternehmer der Kirnbachschule Tübingen produzieren PC Tastaturen und Interfacegeräte für Kinder mit Behinderungen. Mit Unterstützung der Lehrkräfte schafften sie es in weniger als drei Jahren von der Geschäftsidee über Entwicklung, Prototypenbau und Testphase hin zu Produktion und Verkauf.
An einen Businessplan wurde dabei zunächst nicht gedacht. Da geht es Schülerfirmen oftmals nicht anders als Gründern, die sich mit ihrer Geschäftsidee lieber heute als morgen selbstständig machen wollen. Glücklicherweise müssen weder Schüler noch Lehrer ihren Lebensunterhalt aus den Einnahmen einer Schülerfirma bestreiten. Im Vordergrund der geschäftlichen Aktivitäten steht vielmehr der Lernprozess: Es geht um das praktische Erlernen und Erkennen wirtschaftlicher Zusammenhänge, um selbstständiges Denken und Handeln und die Aneignung von sozialen Kompetenzen.

Der nun mit etwas Verspätung anberaumte Startschuss für die Erstellung eines Businessplans für die kirni e-holz wurde so gewählt, dass er zusammen mit dem offiziellen Startschuss für den Abverkauf der produzierten Waren fiel. In Anbetracht der Tatsache, dass sich das Personal einer Schülerfirma in regelmäßigen Abständen verjüngt, eine durchaus geschickte Wahl. Denn der Beginn des Abverkaufs läutet eine neue Geschäftsphase ein, die tolle Chancen, aber auch Risiken birgt und am besten mit Plan in Angriff genommen wird.
Und so beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der kirni e-holz zusammen mit IHK-Dozent Thomas Wege Ende März eingehend mit Merkmalen, Gestaltung, Struktur und Hauptelementen eines Businessplans sowie der Frage, woher sie die erforderlichen Informationen für die einzelnen Themenbereiche bekommen.
Im Anschluss an den gemeinsamen Workshop gab es zur Freude aller Teilnehmer nicht nur entsprechende Teilnahmebescheinigungen sondern obendrein noch eine kurze Führung durch die historische Altstadt Villingens, die sich im Sonnenschein und bei frühlingshaften Temperaturen von ihrer besten Seite zeigte.
didacta 2011: Schülerfirma AJANTHA glänzt mit farbenfroher Produktpalette im multimedialen Rampenlicht des BMWi
Weder nasskaltes Winterwetter noch GDL-Warnstreik vermochten den Andrang auf die didacta 2011 zu bremsen. Circa 95.000 Besucher strömten Ende Februar auf die Bildungsmesse in Stuttgart und hielten Aussteller und zusätzlich vertretene Unternehmen auf Trapp.
So auch die Schülerfirma AJANTHA der Realschule Donaueschingen, die auf Einladung der Schüler- und Juniorfirmen Beratungsstelle der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg angereist war, um den Initiativkreis "Unternehmergeist macht Schule" des BMWi für einen Tag zu erweitern.
Die Schülerinnen und Schüler der AJANTHA staunten nicht schlecht, als sie die Messehallen betraten und ihre Ausstellungsecke am Stand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie bezogen: So riesig, bunt und aufregend hatten sie sich das Messespektakel trotz intensiver Vorbereitung und stetig wachsender Vorfreude nicht ausgemalt.

Sie hatten Informationen zur Messe und zum BMWi-Stand eingeholt, am Workshop "Messevorbereitung für Schülerfirmen" teilgenommen, Kataloge, Flyer und ein Plakat drucken lassen, Exponate ausgewählt, Interviewsituationen geübt und an tausend Kleinigkeiten gedacht. Woran sie nicht gedacht hatten, waren Verkaufsgespräche auf englisch, Filmaufnahmen durch ein BMWi-Kamerateam, ausreichend Ersatz für verkaufte Exponate und den Masseur für ihre strapazierten Messefüße.
Für Laura, Isabella, Deniz und Daniel, die das Messeteam der AJANTHA stellten, Monica Wenger, ihre betreuende Lehrerin und Melanie John von der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg hatte der Tag früh begonnen. Punkt 7:00 Uhr war Abfahrt in Donaueschingen, punkt 7:50 Uhr Stau auf der A81, punkt 9:00 Uhr Messestart und AJANTHA im Dekostress. Batiken aus Sri Lanka, Silberschmuck aus Malta, Stoffküken aus dem Schwarzwald und der erste Messekunde aus dem Vereinigten Königreich!
"Native English" auf nüchternen Magen - eine Herausforderung, die das Team der international tätigen AJANTHA mit Bravour meisterte und so dafür sorgte, dass die Messekasse noch vor dem Frühstück anfing zu klingeln. Das Klingeln dauerte bis zum Abend und wurde nur dreimal unterbrochen: Zweimal für die in der BMWi-Rotunde angesetzten Interviewtermine mit Hans-Peter Breuer vom Bundeswirtschaftsministerium und einmal durch Videoaufnahmen am AJANTHA-Stand. Bühne, Mikro, Zuhörer, Kamera, ein noch viel größeres Mikro, Anspannung und Nervosität auf gleichbleibend hohem Niveau.

Am Ende eines langen und aufregenden Messetages waren Laura, Isabella, Deniz und Daniel ausgepowert aber glücklich. Die vielen Kundengespräche, die Interviews, das hektische Messegeschehen waren anstrengend und zugleich eine aufregende persönliche Erfahrung. Für die Schülerfirma AJANTHA war die didacta 2011 vor allem ein wirtschaftlicher Erfolg: Zu den öffentlichkeitswirksamen Auftritten der Schülerfirma gesellten sich gute Messeumsätze, ein Großauftrag über 100 Schwarzwaldküken von einer anderen Schülerfirma, dem Weltladen EL SOL aus Wangen, sowie reichlich Bildmaterial für die Marketingabteilung der AJANTHA.
Gründerwoche Deutschland 2010
Die Schüler- und Juniorfirmen Beratungsstelle der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg beteiligt sich aktiv
"Die Gründerwoche Deutschland war ein großer Erfolg. In über 1000 Veranstaltungen konnten sich junge Menschen, Existenzgründer und Jungunternehmer orientieren, informieren und beraten lassen. Ich freue mich über das hohe Interesse an den Themen unternehmerische Selbständigkeit und Gründen in der Gesellschaft. Denn wir brauchen mehr Menschen, die Mut, Zielstrebigkeit und den Willen zum Erfolg mitbringen. Gründerinnen und Gründer sind der Motor für die dynamische Entwicklung unserer Wirtschaft," so Rainer Brüderle, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie als Resümee zur Gründerwoche Deutschland, die vom 15. bis 21. November 2010 vom Bundeswirtschaftsministerium in Kooperation mit bundesweit 680 Partnern durchgeführt wurde.
Einer dieser 680 Partner war die Schüler- und Juniorfirmen Beratungsstelle der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, die gleich mit vier Veranstaltungen dabei war.
Los ging es am 12. November mit der Beteiligung an der Auftaktveranstaltung zur Gründerwoche, und zwar als eines von sechs "Best-Practice-Beispielen" in der Diskussionsrunde "Unternehmerische Selbstständigkeit - Wie kann das Gründungsinteresse geweckt werden? Wie können Gründerinnen und Gründer unterstützt werden?".
Am 16. November ging es mit Kooperationspartner Profi Wirtschaft-Bildung-Integration aus Mannheim und der Lehrerfortbildung "Schülerfirmen - Alles was RECHT ist" weiter. Da diese Veranstaltung zudem vom RKW Kompetenzzentrum, der Koordinierungsstelle der Gründerwoche Deutschland 2010, zur filmischen Dokumentation ausgewählt wurde, lebt sie online weiter. Schauen Sie selbst!
Einen Tag später gab es für 13 Schülerinnen und Schüler der an der Realschule Donaueschingen aktiven Schülerfirma AJANTHA in unserem Workshop "Buchführung für Schülerfirmen" theoretische und praktische Schützenhilfe.
Nach kurzer Verschnaufpause folgte schließlich am 19. November noch ein einstündiger Workshop zum Thema "Schülerfirma kompakt: Finanzierung-Gründung-Aufbau" im Rahmen der Veranstaltung "How to get real - Wenn SchülerInnen zu UnternehmerInnen werden" der Agenda 21 der Internationalen Bodenseekonferenz.
Vier Veranstaltungen an vier verschiedenen Orten (Berlin, Villingen-Schwenningen, Donaueschingen, Tettnang) innerhalb einer Woche! Wer jetzt Lust auf ein wenig Veranstaltungsstress bekommen hat, die nächste Gründerwoche findet vom 14. bis 20. November 2011 statt. Mitmachen lohnt sich!
Die Gründerwoche Deutschland fand im Rahmen der Global Entrepreneurship Week 2010 statt. In dieser Woche haben sich in 100 Ländern rund 10 Millionen Menschen an 40.000 Veranstaltungen beteiligt. Jugendliche und junge Erwachsene, die sich für die Gründung eines Start-ups interessierten, konnten vom 15.-21. November 2010 spannende Angebote nutzen - ob Ideenworkshops, Chats, Beratungsangebote oder Events zum gegenseitigen Kennenlernen. Ausführliche Informationen zur Gründerwoche gibt es unter: www.gruenderwoche.de |